Kranzniederlegung und ökumenischer Gottesdienst zum Gedenken an alle Kriegsopfer 

400. Jahrestag der Schlacht bei Wimpfen 

Mit einer Kranzniederlegung und einem ökumenischen Gedenkgottesdienst haben die Kommunen Heilbronn, Neckarsulm, Bad Wimpfen und Untereisesheim sowie die Neckarsulmer Kirchengemeinden an den 400. Jahrestag der Schlacht bei Wimpfen erinnert. In dieser Schlacht des Dreißigjährigen Krieges am 6. Mai 1622 besiegten die katholischen Truppen unter Tilly das protestantische Heer unter Markgraf Georg Friedrich von Baden-Durlach. Das damalige Schlachtfeld liegt heute überwiegend auf Neckarsulmer Gemarkung.
Zum Gedenken an die Opfer der damaligen Schlacht und alle Kriegsopfer in der Welt wurde der Kranz am Herzog-Magnus-Denkmal in Obereisesheim niedergelegt. Herzog Magnus fiel als Anführer von zwei Regimentern in der Schlacht bei Wimpfen. An jenem schicksalshaften Tag kamen etwa 3.000 bis 5.000 Soldaten ums Leben.
Beim ökumenischen Gottesdienst an der Hölzleshütte beteten Pfarrer Dr. Christoph Weimer und Diakon Klaus Börger zusammen mit etwa 200 Besuchern für alle Kriegsopfer und für Frieden in der Ukraine. Zuvor hatte bereits Oberbürgermeister Steffen Hertwig bei der Kranzniederlegung den Bezug zur Gegenwart hergestellt: „In Europa kämpfen und sterben wieder Soldaten in einem Krieg. Mit dem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen die Ukraine hat Russland die Zeitgeschichte in Europa um Jahrhunderte zurückgeworfen.“
Veranschaulicht wurde das historische Geschehen vor 400 Jahren durch ein authentisches Heerlager an der Hölzleshütte. Die Schlosswache Kirchhausen, die Schützengilde Neckarsulm und die Sulzfelder Burgwehr präsentierten historische Waffen und Kostüme. (snp)              
 
Bildunterzeilen:
(Bild Kranzniederlegung) Bei der Kranzniederlegung am Herzog-Magnus-Denkmal: (v. li.) Peter Huther vom Historischen Verein Heilbronn, Andreas Zaffran, Bürgermeister der Stadt Bad Wimpfen, Elke Rebscher, 1. stellvertretende Bürgermeisterin von Untereisesheim, und OB Steffen Hertwig.
(Bild Darsteller) Darsteller der Schlosswache Kirchhausen, Schützengilde Neckarsulm und Sulzfelder Burgwehr gestalteten das authentische Heerlager in historischen Kostümen.